experimentelle_ improvisierte_ konzeptionelle_ komponierte musik, klanginstallationen, intersdisziplinäre performances,

New Adits

is a cross-genre music festival that takes place in Klagenfurt/Celovec, Austria,
in co-operation with the venue “raj” – Verein_Innenhofkultur.

Artists from:

Austria, Germany, Finnland, Greece, Belgium, France, Slowenia, Italy, South-Korea performed a wide range of music for an audience with a curiosity for new sounds, notwithstanding whether their preferences are electronic music, jazz or contemporary classical music.

NEW ADITS 2016 is the sixth edition of the annual event.

Program 2016

Richard Bruzek, Martina Cizek, Matthias Erian, Susanna Gartmayer, Matias Guerra, Franz Hautzinger, Maria Hoppe, Jessica Huijnen, JUUN, Elena Kakaliagou, Didi Kern, Katharina Klement, Joëlle Léandre, Frantz Loriot, Elise Mory, Sapia Nedwed, Noid, Roland Rathmair, Lisa Rozmann, Ingrid Schmoliner, Thomas Stempkowski, Yoann Trellu, Tamara Wilhelm, Hui Ye, Werner Zangerle

Program 2014

Program 2013

Program 2012

Program 2011

Program 2010

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NEW ADITS
Festival für gegenwärtige Musik

Der Verein Flechtwerk, Verein zur Förderung von Kunst und Kommunikation, veranstaltet in Kooper-ation mit dem Verein Innenhofkultur seit 2010 das Festival New Adits im Klagenfurter raj in der Bad-gasse 7.
Das Festival leistet einerseits seinen Beitrag zur Steigerung der Wahrnehmung von Frauen in der Kunst und bietet andererseits aus Kärnten stammenden KünstlerInnen und deren internationalen PartnerInnen eine Bühne.

Dem Klagenfurter Publikum wird auch 2016 ein Programm präsentiert werden, welches heraus-fordernde Musik und interdisziplinäre Kunstformen in einem entsprechenden Ambiente bietet.
Zu den vergangenen Jahren:

2010 begann das Festival als zweitägige Veranstaltung.

2011 waren es ebenfalls zwei Tage.

2012 wurde das Programm durch Einfügen eines weiteren Tages mit Themenschwerpunkt „Tape-­Musik“ und durch eine zusätzliche installative Austellung zeitlich und räumlich erweitert.

2013 waren es wiederum drei Tage.

2014 wurde ein weiterer interdisziplinärer Abend im Musilhaus kuratiert. Die Schriftstellerin/ Komponistin Lale Rodgarkia Dara wurde von uns eingeladen, für ihr Projekt „gefallene Worte“ KünstlerInnen zu programmieren um dort ihre Zusamenarbeiten in Wort und Musik zu prä-sentieren.
2014 fand also ein viertägiges Festival statt, welches höhere Besucherzahlen hatte, als die letzten Jahre.

2015 konnten wir die notwendige Budgetsumme nicht lukrieren, und deshalb fand das Festival in diesem Jahr nicht statt.

2016 gibt es eine Kooperation mit dem KE Theater.
Das Festival NEW ADITS bietet auch im sechsten Jahr seines Bestehens wieder ein vielfältiges Programm.

Vom 23.11. – 26.11. 2016 werden das Klagenfurter „raj“ und das KE Theater ein Podium für zeitgenössische Musik, Jazz, Performance und Film bis hin zur Klanginstallation sein.
KünstlerInnen aus Österreich, Südamerika, China, Griechenland,Frankreich,Luxemburg … teilen sich hier die Bühne.

Mittwoch, 23. November 2016 – 20:30 Uhr – KE Theater
Eröffnen wird den Abend das Duo JUNK, das sind die 2 wohlbekannten Pianistinnen und Komponistinnen Katharina Klement und Judith Unterpertinger aka JUUN. JUNK versteht sich als Klavierduo, allerdings im besten Sinne einer Dekonstruktion und Abspaltung. Das Klavier wird als Ganzes angetastet: Korpus, Saiten, Stahl-rahmen werden ebenso gespielt wie Keyboard, Hämmer und Dämpfer. Mechanische und elektronische Präparierungen greifen in die Klangwelt ein, und das Instrument wird in seine Einzelteile zerlegt. Pianoguts sind mit Kettensäge und Flex zerlegte Pianinos, deren Innereien übrig blieben. Das solchermaßen neu definierte Instrumentarium gibt den Spielerinnen die Möglichkeit, die ganze Bandbreite von feinst gesponnenen, fragilen Klängen bis hin zu wuchtig-brutalen Sounds zu produzieren.
Danach folgen:
Joëlle Léandre & Ingrid Schmoliner
Erstmalig treffen sich an diesem Abend Joëlle Léandre, eine „Grand Dame“ am Kontrabass, bekannt u.a. durch Zusammenarbeiten mit Merce Cunningham, John Cage, Giacinto Scelsi, Derek Bailey, Anthony Braxton, George Lewis, Evan Parker, Irene Schweizer, William Parker, John Zorn, mit der österreichischen Musikerin und Komponistin Ingrid Schmoliner, bekannt durch ihre eigenwilligen Kompositionen und ihre internationalen Ensembles wie WATUSSI, PARA, auf der Bühne.

Das Programm am 24, 25. & 26. November 2016 (Beginn jeweils 19:30 Uhr) findet darauffolgend wieder im Klagenfurter „raj“, Badgasse 7 statt. Die Bandbreite der Darbietungen reicht von elektro-akustischer Musik, Computermusik, Live-Elektronik, Klanginstallation, Performance, bis hin zu Video und Tanz.

Donnerstag, 24. November 2016 – 19:30 Uhr – raj
Der aus Chile stammende bildende Künstler und Musiker Matias Guerra präsentiert am Donnerstag den 24. November um 19:30 Uhr in der „Seh:Bühne“ seine Installation NEKROTZAR – following the rainbow aka “Compendium K” for soundscape, electric guitar, live electronics and sometimes video.
Es folgt:
Ein Duo mit Matias Guerra an der E-Gitarre und der griechischen Hornistin Elena Kakaliagou. Ihr besonderes Interesse gilt der zeitge-nössischen Musik und freien Improvisation in Musik, Tanz und Visuals.
Anschliessend:
Werden bei „Tape Music“ Werke der 5 KomponistInnen Maria Hoppe, Richard Bruzek, Martina Cizek, Jessica Huijnen, Hui Ye im Rahmen eines klassischen Präsentations-formats elektroakustischer Musik zu hören sein.
Auch:
Es wird auch eine Video- und Klanginstallation „Staircase oder der Tag danach“ von und mit der Tänzerin Sapia Nedwed sowie der Komponistin Lisa Rožmann, geben.

Freitag, 25. November 2016 – 19:30 Uhr – raj

Der Tag beginnt mit:
ICI
ICI ist eine Zusammenarbeit des Videokünstlers Yoann Trellu und des Komponisten und Live-Performers Matthias Erian.
ICI is based on slitscan photography and granular synthesis. Both technics use micro elements to create bigger land/soundscapes. The imagery is based on video recordings of Butohdancers Mayumi Fukuzaki, Michiyasu Furutani and Yoshihiro Shimomura.

Danach:
Ein Solo auf der Vierteltontrompete von Franz Hautzinger
Franz Hautzinger, der seit 1989 an der Wiener Musikuniversität unterrichtet und seit 1999 Mitglied im Berliner Ensemble „Zeitkratzer“ ist erhielt u.a. Kompositionsaufträge vom Klang-forum Wien. Ein Weltreisender, dessen unverwechselbare musikalische Signatur zwischen Wien und Berlin, London und Beirut, Tokio, New York und Chicago ein Begriff ist. Auf der Vierteltontrompete hat Hautzinger über Jahre eine extreme persönliche Sprache mit dem Gebrauch von Luftgeräuschen, Mikrotönen und mit immer sensiblem Umgang mit der musikalischen Form entwickelt.

Danach:
Thomas Stempkowski & noid
Erstmals trifft der im Jazz wie in der Klassik und freien Musik bewanderte Kontrabassist Thomas Stempkowski auf den vielseitigen Komponisten und Performer noid aka Arnold Haberl. Stempkowski leitet eigene Projekte in Bereichen wie Neue und Freie Musik, Jazz und Elektronik/Akusmatik. noid seinerseits ist bekannt aus Zusammenarbeiten mit Klaus Filip, Taku Unami, O.blaat, Axel Doerner, Christian Weber, erikM, dieb13, Kazuhisa Uchihashi, Burkhard Stangl, Yan Jun, Taku Hannoda, Carl Stone, Mattin etc.

Den Endpunkt setzt für diesen Tag:
möström
Susanna Gartmayer virtuos an der Bassklarinette, abenteuerliche Spaltklänge, groovige Licks, samtpfotene Melodien – alles da.
Tamara Wilhelm fiepst und knurpselt mit selbst zusammengelöteter Soundelektronik einfach-ster Bauart, weniger ist mehr, manchmal kommt sogar ein Beat daher.
Elise Mory weiß an ihren etwas größeren Kisten zu schrauben und den roten und goldenen Keyboards Prachtexemplare der Klangsynthese zu entwinden.
Allesamt sind sie bekannt aus Projekten wie Gustav, dem Gemüseorchester (The Vegetable Orchestra), den Bands broken.heart.collector, Nitro Mahalia, subshrubs und und und

Samstag, 26. November 2016 – 19:30 Uhr – raj
Herausfordernde Kompositionen werden natürlich auch am letzten Festivaltag zu hören sein.

Zum Auftakt gibt:
Ein SOLO am Horn von Elena Kakaliagou
Die Griechisch-Österreichische Hornistin Elena Margarita Kakaliagou studierte in Graz (Konzertfach &IGP) undin der Sibelius Akademie (MA) Horn und spezialisierte sich auf zeitgenössische Musik. Sie lebt als Freischaffenden Musikerin in Berlin. Sie spielt regelmäßig in internationalen Festivals als Gast in Ensembles wie Ensemble Linea (FR), OhTon (DE), united Berlin (DE) und kollaboriert mit Komponisten wie Phil Niblock, Simon Sten-Andersen, für Premieren ihrer Werke. Sie ist Gründerin des Finnischen Rank Ensembles für zeit-genössische und improvisierte Musik mit einer eigenen Konzert Reihe in Helsinki.

Gefolgt von:
Frantz Loriot – SOLO
Der Französisch-Japanische Violaspieler tritt Solo auf und ist auch in einigen internationalen Ensembles mit unterschiedlichsten Musikrichtungen aktiv. Frantz Loriot explores his instrument, the viola, in an exclusively acoustic setting. He creates stunning microcosms of electronic-like sounds and textures through the use of preparations and extended techniques that he has developed over the past fifteen years. This meticulous research was initially prompted by his interest in electroacoustic and acousmatic music and in time it developed into a profound and personal musical journey.

Abschluß:
Wenzl Dnatek
Das sind: Werner Zangerle: ts | Roland Rathmair: b | Didi Kern: dr
…unerhört dichte Musik mit einer breit gefächerten Ausdruckspalette…
Dieses bislang zu wenig beachtete Trio wird noch für Überraschungen sorgen.
David Mochida Krispel im Falter
Bassist (und Bassukulelist, falls daß so heißt) derhunt, Trommler Didi Kern und Saxofonist Werner Zangerle steigern sich in einen wahren Spielrausch, kümmern sich nicht um Kategorien, lassen allfällige Gattungsbezeichungen lässig hinter sich und bestechen vor allem durch extreme Homogenität. Sowohl auf sanften Soundwiesen als auch in brachialen Noisegebirgen als auch im futuristisch-ländlichen Humptahumpta. Eine geballte Ladung Free-Rock für alle Sinne.
Andreas Fellinger im Freistil

Somit also ein perfekter und würdiger Abschluss für New Adits 2016!
Allgemeine und zukünftige Zielsetzungen:

Weitere Räumlichkeiten sollen geöffnet werden
Vernetzungen sollen stattfinden, um das Festival in ein breiteres Wirkungsfeld zu rücken
Speziellen Projekten soll ein passender Rahmen zur Verfügung gestellt werden
Auftragskompositionen für spezielle Ensembles können natürlich nur mit der dafür nötigen Unterstützung weiterhin verwirklicht werden
Jedes Jahr bringt das Festival etablierte Musiker nach Klagenfurt, die ihre eigene Spielweise und teils auch eigenen Instrumente entwickelt haben
Erfahrungen aus den letzten Jahren haben gezeigt, dass es auch Bedarf an Diskussion, direktem Informations- und Gedankenaustausch mit den KünstlerInnen gibt
Wir wollen daher in Zukunft einen Programmpunkt etablieren, der eine Mischform aus Lecture, Workshop und Künstlergespräch für eingeladene KünstlerInnen und Publikum bietet
Die dafür notwendigen Kooperationen sind in Planung
adit “entrance,” c.1600, from L. aditus “approach, entrance,” from pp. stem of adire “to approach, …” (Quelle: Online Etymology Dictionary)

Der Begriff der Gegenwärtigkeit verdeutlicht einerseits, daß es sich bei den musikalischen Dar-bietungen um Musik/Kunst der Gegenwart handelt und betont andererseits den für alle beteiligten KünstlerInnen wichtigen Aspekt, musikalische Parameter im „Hier und Jetzt„ vor Publikum zu verhandeln, also der musikalischen Arbeitsmethode Improvisation Raum zu geben.
Als Wirkungsbereich des Festivals wird der Alpen Adria-­Raum verstanden. Die Schaffung einer Kommunikationsplattform für KünstlerInnen und interessiertes Publikum dieser Region stellt länger-fristig ein wichtiges Ziel dar.
New Adits, Festival für gegenwärtige Musik, ist eine jährlich stattfindende Veranstaltung, die das regionale Kulturangebot mit Musikdarbietungen etablierter wie auch junger, aufstrebender Künstler-Innen bereichert, welche neueste internationale Entwicklungen im Blickfeld haben.
Es wird überdies Wert darauf gelegt, KünstlerInnen einzuladen, die abgesehen von einem hohen Qualitätsniveau ihrer Arbeit, Wert darauf legen, mit den spezifischen lokalen Gegebenheiten in Inter-aktion zutreten. In welcher Form diese „Verortung“ im Einzelfall stattfindet bleibt der individuellen Ent-scheidung der KünstlerInnen überlassen.
Das Publikum soll herausgefordert werden, sich mit Musik, die zum Teil der internationalen Avant-garde zuzurechnen ist, auseinanderzusetzen.
Vielfältige Kommunikation vor Ort soll im Sinne einer kritischen Auseinandersetzung mit den Dar-bietungen stattfinden bzw. angeregt werden.
Worauf schließlich bei der Programmierung von New Adits noch großer Wert gelegt wird, ist, daß Künstler und Künstlerinnen in einem ausgewogenen Verhältnis vertreten sind.
In den letzten 5 Jahren waren 67 KünstlerInnen aus Österreich/Kärnten, Deutschland, Slowakei,
Frankreich, Tschechien, Slowenien, Belgien, Italien, Finnland, Griechenland, USA, Korea in Kärnten vertreten.